Pressestimmen
"Es ist vollbracht." Diese drei Worte des am Kreuz sterbenden Jesus aus Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion berühren, gehen tief ins Herz und klingen lange nach. Umso mehr, je ergreifender sie vorgebracht werden. Geradezu brillant gelang dies am Aschermittwoch in der Oberricklinger St.-Thomas-Kirche dem Bass Julian Redlin. [...] Nicht anklagend oder leidend, sondern mit fester und klarer, erst auf den letzten Tönen sanft ermattender Stimme schickte Redlin die biblischen Worte in den Kirchenraum. Und brachte damit die im Verlauf der Aufführung durch treffliches Zusammenspiel der Instrumentalisten des Barockorchesters L'Arco, des kleinen Chors und der Solisten (herausragend: Achim Kleinlein in der Rolle des Evangelisten) herbeigeführte Anspannung im Publikum auf ihren Höhepunkt. Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 19.02.2010
"Bewundernswert, wie der Bass Julian Redlin im ausführlichen, fast philosophischen Disput zwischen Jesus und seinem Ankläger Pilatus beiden Figuren unterschiedliche Stimmcharaktere verleiht, so dass man stets weiß, wer singt – und denkt. [...] Zu einer ihrer innigen Sternstunden aber findet die Schulenseer Aufführung der Johannes-Passion, wenn Julian Redlin und der Chor in der Arie „Mein teurer Heiland, lass dich fragen“ in vertrauter Verschränkung miteinander konzertieren." Kieler Nachrichten vom 18.03.2008
"Der treffliche Bass Julian Redlin stellt seine drei (gewiss solide singenden) Kollegen in puncto Wohlklang, Ausdruckskraft und technischem Schliff unüberhörbar in den Schatten." Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 02.11.2006
"Große Intensität kennzeichnete das Dies irae, während im Tuba mirum Julian Redlin (Bass) natürlich-sonor bei bester Diktion mit der Posaunenstimme dialogisierte." Kieler Nachrichten vom 04.04.2006
"Julian Redlins schlanker, geschmeidig tönender Bass wirkt überzeugend auch in den Hochgeschwindigkeitszonen, zumal der Sänger auch und gerade hier mit enormer Ausdruckskraft agiert." Kieler Nachrichten vom 25.02.2003
"Mit ausgeprägter Agogik lotet der Bass, der besonders in der Tiefe erstaunliches Volumen entwickelt, ohne dabei den Verführungen übersteuerter Ariosi zu erliegen, den Kosmos der Affekte in seinen Extremen aus. Elegisch fließende Töne und aggressiv explodierendes Konsonanten-Staccato, durch flinke Koloraturen aufgebaute Spannung und Entspannung weiter Phrasen mit langem Atem modellieren in seinem stets auf das Wort zentrierten Gesang die diametralen Gefühlscharaktere mit bildhauerischer Prägnanz." Kieler Nachrichten vom 14.08.2001